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Von eiskalt bis heiß:
klimastabile Türen.

Klimastabile Türen kommen vor allem bei größeren, öffentlichen Objekten zum Einsatz. Doch auch in privaten Eigenheimen gibt es Raumsituationen, für die eine klimastabile Funktionstür die beste Lösung ist. Die »Tür im Dialog« zeigt,

  • wo eine klimastabile Tür passt,
  • was sie kann
  • und warum es eine »Klimakammer« für Türen gibt.

Prima Klima: draußen nass-kalt,
drinnen warm und trocken.

Es ist eigentlich ganz einfach: Eine Tür hat die Aufgabe, zwei Räume voneinander zu trennen. Doch manchmal ist der »Job« schwieriger. Das ist dann der Fall, wenn eine Tür auch zwei verschiedene Klimasituationen trennt. Ein Beispiel: Im Winter herrschen im nicht beheizten Hausflur eines Mehrfamilienhauses 3 Grad. Doch in der warmen Wohnung sollen es konstant »kuschelige« 20 Grad sein.

Das Problem: Besonders im Herbst und Winter trägt jeder Besucher Feuchtigkeit und Nässe ins Haus. Dementsprechend unterscheidet sich das Klima dann vor und hinter der Wohnungseingangstür tatsächlich stark: Während drinnen um die 30 Prozent Luftfeuchtigkeit herrschen, sind es draußen über 80 Prozent.

Durch starke Temperatur- und Feuchtigkeitsunterschiede kann sich jedes Türblatt anders dehnen und krümmen. Die Folge: Die Tür schließt nicht mehr sauber. Es bilden sich Ritzen und Lücken. Im schlimmsten Fall macht diese Tür ihre »Arbeit« nicht mehr gut: Die beiden Klimasituationen vermischen sich. Nässe, Kälte und andere äußere Einflüsse, zum Beispiel auch Geräusche und Gerüche, gelangen auf die andere Türseite. Damit ist das behagliche Raumklima drinnen dauerhaft gefährdet.

Begriff »Klimastabile Tür«

Eine klimastabile Tür besteht bei GARANT immer aus Holz (oder einem Holzwerkstoff). Holz »arbeitet«, zu jeder Jahreszeit.

Doch diese Funktionstüren nehmen keinen Schaden durch Kühle und Feuchtigkeit. Stattdessen bleiben sie auf Dauer »in Form« und bewahren das Raumklima. Falls sich so eine Tür doch einmal verzieht, dann geschieht dies in einem sehr geringen Toleranzbereich von wenigen Millimetern. Türen ohne Klima-Funktion können das nicht: Oft verziehen sie sich bis zu einem Zentimeter.

Es gibt insgesamt fünf Klimaklassen für Türen: Als Innentüren-Spezialist bietet GARANT klimastabile Zimmer- und Wohnungseingangstüren bis Klimaklasse 3 an. (Diese Klimaklasse ist zertifiziert bis 3°C und 85 Prozent Luftfeuchte.)

Klimakammer für Innentüren

Um die vier Wochen steht die Tür in der Klimakammer. Auf der einen Seite des Raums werden in dieser Zeit eine Lufttemperatur von etwa 23 Grad und eine relative Luftfeuchte von 30 Prozent erzeugt. Das ist vergleichbar mit dem Raumklima im beheizten Wohnzimmer während des Winters.

Auf der anderen Seite der Tür wird das Ziel-Klima erzeugt: In der Klimaklasse 3 sind das um die 3 Grad bei einer Luftfeuchtigkeit von 85 Prozent. Das entspricht dem Raumklima in einem Hausflur im Winter.

In der Klimakammer werden drei baugleiche Türen zeitgleich getestet. Dadurch gibt es vergleichbare und sichere Messdaten. Über feste Messpunkte wird dokumentiert, wie sich das Material verzieht. Am Ende der mehrwöchigen Testzeit verlassen die Türen die Klimakammer.

Eine solche »Klimaprüfung« für Türen nimmt zum Beispiel das unabhängige Institut für Fenstertechnik (IFT) in Rosenheim vor. Der Test findet innerhalb des Entwicklungsprozesses statt. Schließlich muss eine Tür den »Klimatest« bestehen, damit sie als klimastabil zertifiziert wird.

Tipp vom Türen-Fachmann: Türen nicht gleich reklamieren.

»Gerade in Neubauten ist die Luft sehr feucht,« sagt Enrico Schüller. »Meistens verziehen sich die Innentüren deshalb sichtbar. Doch ich rate immer dazu, vor einer Reklamation eine Heizperiode abzuwarten. Denn viele Türen finden wieder in die frühere Form zurück, sobald der Neubau trocken ist.«

MEHR ZU KLIMAKAMMER

Klimastabile Türen können auch vor Lärm, Feuer und Einbruch schützen.

Eine klimastabile Tür kann noch mehr: Denn »Klimaschutz« in der Tür ist die Voraussetzung für andere Funktionen, zum Beispiel Schall-, Rauch-, Brand- oder Einbruchschutz (»Broschüre: Kompetenz in Funktion und Design«). Solche Türen kommen vor allem in öffentlichen Objekten zum Einsatz: als Wohnungseingangstüren, in Krankenhäusern, Hotels, Schulen, Herbergen, Kasernen und Kindergärten.

Für zusätzliche Funktionen wie Schall-, Rauch- oder Brandschutz, setzt GARANT besondere Materialien ein. Die Auswahl an Designelemente ist auch bei diesen Türen groß.

Übrigens hat der Tür-Experte auch selbst eine Klimaschutztür zuhause: Sie trennt den Hauswirtschaftsraum mit Heizung, Trockner und Kippfenster vom Rest des Hauses.

 

Weiterführender Link:

Einer unserer Partner für die Klimakammer ist das IFT Rosenheim.
www.ift-rosenheim.de

In Kürze: Türen-Experte Enrico Schüller

Enrico Schüller machte nach dem Abitur erst einmal eine Lehre zum Holzmechaniker. Anschließend studierte er Holztechnik. Mit dem Diplom in der Tasche ging er in die Möbelbranche und bald zu GARANT. Als Mitarbeiter der GARANT-Entwicklungsabteilung plant er neue Türen. Mit seinen Teamkolleginnen und -kollegen zusammen entwickelt Enrico Schüller nicht nur den Aufbau eines Türblatts am Rechner und erstellt Zeichnungen. Er plant auch den Rohstoffeinsatz und ist immer auf der Suche nach neuem Material.

Auch privat arbeitet der Türen-Profi gern mit Holz. Vor allem, wenn es darum geht, ein hochwertiges Möbel für seine Familie zu bauen. Seine Kinder (9 und 4 Jahre) dürfen zwar mitmachen, verlieren aber noch schnell die Lust.

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