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Die olympischen Spiele der Türen – Rekorde und Kuriositäten

Auch die Türen dieser Welt schlagen sich um Rekorde! Voller Stolz präsentieren sich die einzelnen Türen in ihren besten Disziplinen. Welche Tür ist die höchste, schwerste, älteste, schönste oder die am schwersten zu erreichende? Das und weitere Hintergrundgeschichten erfahren Sie in diesem Beitrag.

Sie will hoch hinaus!

Geht es um die Größe, ist die Gewinnerin glasklar: Mit rund 139 Metern steht die höchste Tür der Welt im Vehicle Assembly Building (VAB) der NASA in den USA. Damit ist die Tür nur knapp 21 Meter kleiner als das Gebäude an sich. Zu dessen Fertigstellung im Jahr 1965 galt das VAB sogar auch als höchstes Gebäude der Welt. Die gesamte Konstruktion wurde für die Mondflugrakete Saturn V gebaut. Sie ist die größte, höchste, schwerste und effizienteste Maschine, die je von Menschenhand erschaffen wurde. Damals gab es die Befürchtung, dass die Rakete beim Aufrichten zerbrechen könnte. Das VAB ermöglichte den Bau in der Senkrechten. Von dort fuhr sie dann durch die höchste Tür der Welt direkt an ihre Startposition.

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Nehmen Sie die Lupe heraus

Von der größten zur kleinsten Tür der Welt! 2018 entschieden sich französische Forscher des Femto-ST-Insituts, das kleinste Haus der Welt mit einem Mikro-Roboter zu bauen. Das Ergebnis: Ein zweistöckiges Haus, das nur knapp 0,015 Millimeter hoch, 0,02 Millimeter breit und 0,01 Millimeter lang ist. Die Wände aus Silikon-Membran sind gerade mal 0,0012 Millimeter dick. Bedenkt man, dass eine Eingangstür in etwa ein Viertel der Höhe eines zweistöckigen Hauses einnimmt, so ist die Eingangstür des Mikro-Hauses nur 0,00375 Millimeter groß. Kaum vorstellbar, oder?

Niemand kommt an ihr vorbei

Kommen wir zu den Schwergewichten! Von allen registrierten Türen der Welt sind die Tresortüren des amerikanischen Goldlagers Fort Knox im Gewicht unschlagbar. Sie sind 53 Zentimeter dick und wiegen stolze 22.000 Kilogramm. Damit sind die Türen in etwa so schwer wie 550 Kinder, 44 Pferde oder 3.5 Elefanten.

Der Tresor öffnet sich logischerweise nicht von Hand, sondern durch eine spezielle Mechanik. Dafür ist eine Zahlenkombination vonnöten, die keine einzelne Person komplett kennt. Sollen sich die goldenen Hallen öffnen, müssen diverse Mitarbeiter*innen voneinander unabhängig ihre einzelnen Codes eingeben.

Um auf Nummer sicher zu gehen, ist das Gelände mit einem Minenfeld, Stacheldraht, tausenden Soldat*innen und Polizist*innen gesichert. Und sollte sich doch mal jemand hereinschleichen können, erwartet die Diebe giftiges Gas oder eine Überflutung in den Tresorräumen. Das ist mal wirklich bombensicher!.

Ein ziemlich alter Jahrgang

Alter vor Schönheit? – Wir halten uns an das Sprichwort und kommen zur ältesten Tür der Welt. Dafür geht es in das alte Rom. In der Basilika Santa Sabina sind Zypressenholztüren zu finden, die um 430 n. Chr. hergestellt wurden. Die Flügeltüren am Haupteingang hat 18 Reliefbilder, die Szenen aus dem Alten und Neuen Testament zeigen.

Es gibt noch ältere Türen, aber die sind alle nicht mehr im Gebrauch: Bei einer Ausgrabung einer Pfahlbausiedlung in der Schweiz wurde eine Echtholztür entdeckt, deren Herstellungsdatum auf 3063 v. Chr. datiert wurde. Tatsächlich handelt es sich dabei um eine Tür aus der Steinzeit. Dass die hölzerne Tür in der Schweiz so gut erhalten blieb, liegt an der besonderen Bodenchemie im Alpengebiet. In diesem Boden halten sich pflanzliche Stoffe besser als in anderen Regionen.

Hier ist die drittälteste Tür aus der Steinzeit zu sehen.
Bild: Amt für Städtebau, Stadt Zürich.

Die blendende Schönheit

Schönheit liegt natürlich immer im Auge des Betrachters. Mag man jedoch vielen Kunstexpert*innen glauben, so ist der Fall klar: Die Paradiespforten des Baptisteriums der Kathedrale von Florenz sind die allerschönsten Türen der Welt. Lorenzo Ghiberti wurde 1425 beauftragt dieses Portal zu errichten. Die Türen bestehen aus Bronze und sind vergoldet. Sie zeigen zehn Reliefs mit Szenen aus dem Alten Testament, wie zum Beispiel die Opferung Isaaks.

Mittlerweile ist an der Taufkirche nur noch eine Kopie zu sehen. Die Originale wurden im Zweiten Weltkrieg von den Nationalsozialisten entfernt, um sie angeblich vor Bombenangriffen zu schützen. Glückicherweise konnten sie nach dem Zweiten Weltkrieg in einem Eisenbahntunnel geborgen werden. Heutzutage stehen die Paradiespforten gesichert im Dommuseum in Florenz.

Die Tür zum Universum

Die letzte Tür ist quasi nicht von dieser Welt: Die Luftschleusentür der Raumstation ISS ist die am schwersten zu erreichbare Tür. Sie liegt etwa 400 Kilometer von der Erde weg und bewegt sich mit einer Schnelligkeit von 7,66 km/s. Seit 1998 umkreist die ISS die Erde und nach Angaben der NASA beherbergte sie bisher rund 150 Besucher*innen. Davon waren sieben Touristen. Im Jahr 2022 soll der erste reine Privatflug erfolgen. Der Kostenpunkt? – Schlappe 45 Millionen Euro!

Kennen Sie weitere rekordverdächtige Türen, über die wir unbedingt berichten sollen? Oder sind Sie selbst Besitzer einer berühmten Tür? Erzählen Sie uns gern Ihre Tür-Geschichte. Wir freuen uns von Ihnen zu hören: E-Mail service@garant.de

Und wenn Sie noch auf der Suche nach der passenden Tür sind, dann finden Sie Inspirationen und Ideen im GARANT Produktsortiment.

In diesem Beitrag können Sie noch mehr über besondere Türen erfahren.

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